Bunter Blumenstrauss

Coronabedingt haben die in Beatenberg geplanten Erlebnisferien ein ganz anderes Gesicht erhalten. Die Orte der Begegnung haben sich vervielfacht und vom 11. – 17.7. über die ganze Deutschschweiz verteilt.

Schon bei der Einstimmung mit Grillplausch am Samstagabend im Fokolar waren wir eine buntgemischte Gruppe. Wir kannten uns nicht alle. Jemand bemerkte: «Noch nie habe ich erlebt, dass ich angesprochen werde und sich jemand für meine Person interessiert. An diesem Abend ist das gleich zweimal passiert. Ich bin berührt! Normalerweise bin ich diejenige, die Anteil nimmt.»

Auf eigene Initiative hielten sich etwa 30 Personen zum Teil im Gästehaus oder in Ferienwohnungen in Beatenberg auf. Dank dem Beatenberg Chat waren sie alle untereinander verbunden und erlebten unvergessliche Tage mit Geburtstagsfeiern, Ausflügen, gemeinsamen Gottesdiensten – eine echte Mini-Mariapoli!

Der Ausflug aufs Albishorn gab viel Gelegenheit zum intensiven Austausch, zu fröhlichem Lachen und Staunen über die wunderschön geschmückten Bauernhäuser. Beim Halt auf dem Gipfel lasen wir den Gedanken zum Tag: «Das Training – Leben im Augenblick». Ermutigt und beschenkt durch die erzählten Erfahrungen machten wir uns beschwingt auf den Rückweg.

Wetterunabhängig war der lohnende Besuch der Ausstellung im Landesmuseum Zürich «Nonnen. Starke Frauen im Mittelalter» sowie im Strohmuseum Wohlen und ein ganztägiges Jass Turnier in Baar. Ernsthafte Gespräche zu «Glauben und Wissenschaft auf der Suche nach Wahrheit» wurden im Männer Fokolar geführt. Dabei wurde der Wunsch geäussert, dass jedes Jahr eine Zusammenkunft dieser Art geplant werden sollte.

Auch die Region Bern-Biel-Basel musste ihre Ferien in Beatenberg – eine Woche vorher – wegen Corona absagen. Am 8. Juli veranstalteten vier junge Familien zusammen ein Geländespiel. Sie schreiben: „glücklich und gesund müde gingen gestern der Waldkönig, seine Wächter und einige Waldzwergen und 11 Kinder nach Hause. In fröhlicher Stimmung haben sie Goldstücke verdient, um beim König das Geheimnis des Glücks zu erfahren: GEBEN! Am Grill-Bankett am Ende des Zwergliweges gab es auch neue Bekanntschaften und offene Gespräche.“

Etwas war diesen so unterschiedlichen Anlässen gemeinsam: die Freude füreinander Zeit zu haben und gegenseitig am Leben der anderen teilzunehmen; Gemeinschaft zu erfahren, die trägt und ermutigt; durchzuatmen in Dankbarkeit für die uns geschenkte Natur. Und in allem zu erfahren, dass Einer mit uns geht!

Anita Francioli

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